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                                                      Druidenstein

                                Es gibt eine Sage der "Herke vom Druidenstein"

Nachdem die Kelten das Land an der Sieg in Besitz genommen hatten, errichteten sie auf dem Druidenstein unweit Herkersdorf ihren Göttern eine Opferstätte. Makellose Jungfrauen von edler Geburt, die nie von eines Mannes Liebe gewußt hatten, so geht die Sage, wurden für die heiligen Handlungen am Opferstein ausersehen. Die Druidin war sich ihres Wertes bewußt und entsagte um ihres hohen Amtes willen gern jedem irdischen Verlagen.
Herke jedoch, liebliche Tochter eines Stammesfürsten, taufrisch und rein wie der Bergquell, vermochte die aufkeimende Liebe zu einem edlen Jüngling ihres Stammes nicht zu bezwingen, wie tapfer sie auch dagegen ankämpfte. Ihr zartes Gemüt erkrankte an dem Zwiespalt in ihrem Inneren. Und als wieder einmal an einem Sonnwendabend der heimlich Geliebte in seiner Jugendschönheit vor ihr stand, vergaß sie, was die Pflicht ihr abverlangte. Wie eine Taumwandlerin folgte sie ihm und wurde seine Frau. Aber die Häscher jagten den Frevelnden nach, erstachen den Jüngling und schleppten die verzweifelte Herke zum Opfertisch, wo sie mit ihrem Blut das begangene Unrecht büßte.
Jedesmal aber, wenn sich der Mond wieder rundet, hören die Bewohner im Tal das Jammern und Wehklagen der Geopferten von der Höhe des Druidensteins. Sie erschauern und bekreuzigen sich. Unglücklich Verliebte aber vermeinen, in solchen Nächten die tröstende Stimme der Herke zu vernehmen, die immer noch als die Beschützerin bedrängter Liebe waltet .

 

Westerwald

Frühzeit 

 

 

Auf Grund der vorgeschichtlichen Funde konnte festgestellt werden, dass schon die Kelten im Westerwald ansässig waren und die Eisenerzvorkommen nutzten; das war in der sog. Hallstattzeit (ältere Eisenzeit, ca. 750 bis 500 v. Chr.). Die Einwanderung erfolgte aller Wahrscheinlichkeit nach vom Hunsrück aus. Aus der La-Tène-Zeit stammen die keltischen ringwallbewehrten Schutz- und Fliehburgen, die u.a. auf dem Malberg anzutreffen sind. Schon während der La-Tène-Zeit drangen vom Osten und vom Siegtal die Germanen ein; sie kamen um 380 v. Chr. in den oberen Westerwald, umgingen den Hohen Westerwald als unwegsame Waldwildnis und stießen im 2. Jahrhundert zum Rhein vor.

Römerzeit 

 

 

Noch in der Zeit, als die keltische Bevölkerung den vordringenden Germanen nach Westen ausweichen musste, drangen links des Rheins die Römer vom Südwesten her vor. Ihnen gelang es jedoch nur einen Streifen rechts des Rheins und den sog. "Rhein-Westerwald" zu gewinnen; der Westerwald blieb außerhalb der römischen Besatzungszone, denn die Römer zogen es vor, vor ihren Grenzen eine siedlungsarme, möglichst unwegsame Wildnis zu erhalten.

Chattenzeit

 

 

Die endgültige Besiedlung und damit die Territorialgeschichte des Westerwalds begann mit dem Eindringen der Chatten (Hessen) nach der Vertreibung der Römer im 3. Jahrhundert n. Chr.. Endungen der Siedlungsnamen wie -ar, -mar und -aha ("Haigraha" = Haiger) stammen doch noch aus der Völkerwanderungszeit. Diese ersten Siedlungen der Chatten lagen in der Peripherie des Westerwalds in boden- und klimagünstigen Becken und Tälern. Als Beispiel können die Städte Hadamar, Lahr und Wetzlar gesehen werden. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert entstanden die Siedlungen der Landnahmezeit in unwegsamere Gebiete, mit Endungen auf -ingen und -heim, wie Bellingen und Bladernheim; diese liegen auf den weiten Hochflächen des Oberwesterwaldes.

Frankenzeit

 

 

Die Franken bauten ihre alten Siedlungskammern am Rande des Westerwalds zu Kerngebieten ihrer Gaue, um langsam und bleibend Stützpunkte im Landesinnern zu errichten. Es entstanden Orte der Rodezeit mit Namen auf -rode, -scheid, -hahn (=Hag), -berg, -tal und -seifen: mit der Schaffung von Rodesiedlungen und dem Holzeinschlag für die Erzverhüttung begann die Vernichtung des Waldes in großem Umfang.[1] Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert erfolgte von den Altsiedlungen aus der Ausbau von Siedlungen nach den Rändern zu, erkennbar an Namensendungen wie -hausen, -hofen, -kirch, -burg oder -tal.[2]

Mittelalter

 

 

Die letzte Siedlungsperiode im Westerwald begann im 10. Jahrhundert und endete um 1300; durch die Politik der Karolinger und der damit einher gehenden trierischen und kölnischen Mission, erlebte dieser Raum die Christianisierung. Trier drang Lahn aufwärts vor, Köln an Rhein und Sieg, Trierisch-lothringische und niederrheinische Einflüsse wurden ebenfalls in den Westerwald getragen. Zu den Zeugnissen der Baukunst aus dieser Epoche gehört die Stiftskirche von Limburg-Dietkirchen in ihren ältesten Teilen.

Nach vielen Besitzerwechseln durch die Adelsgeschlechter der Ottonen und Salier, waren es schließlich die Grafen von Sayn, Diez und Wied, die sich ausgedehnten Grundbesitz aneignen konnten. Besondere Bedeutung erlangten die Grafen von Laurenburg, die sich später Grafen von Nassau nannten. Im Osten gaben die Landgrafen von Hessen den Ton an, die sich in Machtkämpfen gegen das Erzbistum Mainz durchsetzen konnten. Daneben waren die Grafen von Wied, die Grafen von Sayn-Wittgenstein und das Kurfürstentum Trier bedeutende Landesherren.

Neuzeit

 

 

Die politischen Verhältnisse vereinfachten sich bis zum 16. Jahrhundert. Zwischen den Einflusssphären der vier Großen (Mainz, Köln, Trier, Hessen) konnte das Haus Nassau sein Territorium an der Dill, zwischen Siegen und Nassau ausdehnen und festigen. Nach den napoleonischen Wirren teilte sich Nassau mit der neu erschienenen Großmacht Preußen weite Gebiete des Westerwaldes. Ein souveränes Herzogtum Nassau gab es bis zur Annexion durch Preußen im Jahr 1866.

Heute ist der Westerwald auf drei Bundesländer aufgeteilt: Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Namensgebung

 

 

Der Name „Westerwald“ wurde erstmals 1048 in einer kurtrierischen Urkunde erwähnt und bezeichnete damals nur die Waldgebiete westlich des Königshofs Herborn. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er allgemein gebräuchlich für das gesamte Mittelgebirge.

Der „Hohe Westerwald“ bildete seit dem Mittelalter das Kerngebiet der Herrschaft zum (auch: vom oder auf dem) Westerwald. Diese umfasste die drei „Gerichte“ (Amtsbezirke) Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch. Die Herrschaft auf dem Westerwald kam später unter die Verwaltung der Herrschaft bzw. Grafschaft Beilstein.

 

 

                                    Hohe Lay

 

 

  

                                                                     

  

 

                                                                                                                                                           

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